Deutschland im Ernstfall. Mit Oberst Häußermann und Professor Oltmanns

Shownotes

Gast: Kai Ingmar Häußermann, Oberst i.G. und Leiter des Logistikreferats im Bundesministerium der Verteidigung; Torsten Oltmanns, Professor an der Quadriga Hochschule Berlin und Managing Partner des Zentrums für nachhaltige Transformation Host: Konrad Göke, Chefredakteur von politik&kommunikation

Der Ernstfall als Logistikproblem:

  • [ca. 00:00:00] Konrad Göke eröffnet mit der Frage, wie verteidigungsfähig Deutschland wirklich sei: nicht "auf dem Papier", sondern operativ, logistisch und gesellschaftlich.
  • [ca. 00:01:10] Die abgesagte Tomahawk-Stationierung sei für Oberst i.G. Häußermann vor allem ein Hinweis auf die größere Frage, wie stark der amerikanische Beitrag zur Verteidigung Europas künftig bleibe; für die Drehscheibe Deutschland seien US-Streitkräfte der wichtigste Kunde.
  • [ca. 00:03:00] Zwischen "warmen Worten" und "wir sind schon fertig" liege für Prof. Oltmanns die Realität der Zeitenwende: erstaunlich viel bewege sich, aber der Umbau werde lange dauern.

Operationsplan Deutschland:

  • [ca. 00:04:45] Oberst i.G. Häußermann ordnet den Operationsplan Deutschland als militärischen Anteil der Gesamtverteidigung ein: Er bündele NATO-Verlegungen, nationale Verteidigungsaufgaben und den Schutz verteidigungswichtiger Infrastruktur.
  • [ca. 00:04:45] Dass der Plan bereits überarbeitet werde, sei kein Zeichen des Scheiterns, sondern normal: "Jeder Operationsplan überlebt den Kontakt mit der Realität nur für wenige Minuten", sagt Oberst i.G. Häußermann.
  • [ca. 00:07:10] Aus der abstrakten Drehscheibe werden konkrete Orte: Schwere Fahrzeuge müssen auf die Schiene, Marschkonvois auf die Autobahn, Soldaten brauchen Treibstoff, Essen, Schlafplätze und Absicherung.
  • [ca. 00:07:10] Konvoi-Support-Center seien im Kern "militärische Raststätten", erklärt Oberst i.G. Häußermann: Orte, an denen Verbände anhalten, übernachten, versorgt und weitergeschleust werden.

Eine Stadt zieht nach Osten:

  • [ca. 00:09:35] Prof. Oltmanns macht die Dimension greifbar: Neben rund 200.000 deutschen Soldatinnen und Soldaten müssten im Bündnisfall etwa 600.000 weitere alliierte Kräfte durch Deutschland, "im Grunde eine ganze Stadt wie Frankfurt".
  • [ca. 00:09:35] Der Rest des Landes bleibe dabei nicht stehen, erinnert Prof. Oltmanns: Menschen fahren weiter zur Arbeit, in den Urlaub oder zu den Großeltern, während Soldaten, Fahrzeuge und Gerät nach Osten bewegt werden.
  • [ca. 00:14:05] Die Verlegung solle idealerweise noch im Frieden stattfinden, damit Abschreckung wirke und Russland die Botschaft bekomme: "Den Angriff lasst lieber bleiben", sagt Oberst i.G. Häußermann.
  • [ca. 00:36:40] Host Nation Support bedeutet für Oberst i.G. Häußermann nicht nur Straßen und Schienen, sondern auch Verpflegung, medizinische Versorgung, Bahntransporte, Häfen, Flughäfen und koordinierte Verträge mit privaten Dienstleistern.

Geheim, aber anschlussfähig:

  • [ca. 00:30:25] Der Operationsplan sei als Gesamtdokument geheim, weil er einem Gegner zeigen würde, wie Deutschland nationale Verteidigung und NATO-Aufmarsch organisiert, erklärt Oberst i.G. Häußermann.
  • [ca. 00:31:35] Gleichzeitig könne Geheimhaltung nicht heißen, dass zivile Akteure blind bleiben: "Wir sprechen die an, die es wissen müssen", sagt Oberst i.G. Häußermann über Landkreise, Kommunen und Unternehmen.
  • [ca. 00:33:30] Ein Unternehmen müsse nicht den ganzen Plan kennen, aber sehr genau wissen, welche Leistung es wann, wo und wie für die Bundeswehr abrufbar machen soll, betont Oberst i.G. Häußermann.
  • [ca. 00:35:00] Zu den konkreten Vorhalteleistungen gehören mobile Tankstellen, Dixie-Module, Absicherung und Bahntransporte, die nicht irgendwann, sondern binnen Tagen bis wenigen Wochen verfügbar sein müssten.

Dixiklos, Daten und Kaltstart:

  • [ca. 00:11:05] Finnland beeindruckt Prof. Oltmanns gerade deshalb, weil dort Vorbereitung nicht militaristisch wirke: Führungskräfte aus Unternehmen, Militär und Politik würden gemeinsam üben, und selbst beim Brotkauf könne Vorsorge mitfinanziert werden.
  • [ca. 00:11:05] Bei Vorhalteverträgen seien andere Länder nüchterner, sagt Prof. Oltmanns; Deutschland tue sich schwer, Geld für Bereitschaft zu zahlen, obwohl Busse, Lkw oder Logistikleistungen im Ernstfall nicht erst gesucht werden könnten.
  • [ca. 00:24:30] Prof. Oltmanns kritisiert den deutschen Reflex, zunächst "erst mal alles" abzufragen, statt von den Prozessen her zu denken: Welche Route, welcher Hafen, welcher Bedarf und welche Ausweichoption werden wirklich gebraucht?
  • [ca. 00:26:00] Als Beispiel erzählt Prof. Oltmanns von einem Oberstleutnant der Reserve, der per Fax erfragen ließ, wie viele Dixiklos vor Gemeinden passen; für ihn ist das eine anschauliche Warnung vor Planung, die im Kleinen stecken bleibt.
  • [ca. 00:40:40] Kaltstartfähigkeit heißt für Prof. Oltmanns, sofort auf 100 Prozent Leistung zu kommen; Oberst i.G. Häußermann spricht lieber von Reaktionsfähigkeit, weil ein echter Kaltstart militärisch schon ein Versagen der Frühwarnung wäre.
  • [ca. 00:40:40] Ein ziviler Hafen müsse im Krisenfall so alarmierbar sein wie ein militärischer Verband, sagt Oberst i.G. Häußermann: vom Lotsen bis zum Bediener eines Containerumschlaggeräts.

Vom Mallorca-Reflex zur Gesamtverteidigung:

  • [ca. 00:16:10] In Deutschland begegne ihm noch oft die Haltung, "das übernehmen dann die Spezialisten", sagt Oberst i.G. Häußermann: Die Bundeswehr gehe an die Ostflanke, der Rest fliege nach Mallorca - ein aus seiner Sicht unrealistisches Bild.
  • [ca. 00:16:10] Deutschland sei nicht Frontstaat, aber Operationsgebiet, warnt Oberst i.G. Häußermann: NATO-Kampfflugzeuge würden von hier starten, der logistische Aufmarsch finde im Kern in Deutschland statt.
  • [ca. 00:20:20] Unternehmen sollten deshalb nicht nur auf Bundeswehrverträge schauen, sondern zuerst ihre eigene Resilienz prüfen: Lieferketten, Cyberangriffe, Energieversorgung, Mitarbeitersicherheit und die Frage, wer überhaupt verfügbar ist.
  • [ca. 00:49:20] Fahrer aus Polen oder Rumänien, Reservisten, Feuerwehrleute oder Helfer des Roten Kreuzes könnten im Krisenfall fehlen, sagt Prof. Oltmanns; dann müssten weniger Menschen gleichzeitig mehr leisten.

Zivilschutz und verletzliche Effizienz:

  • [ca. 00:46:55] Die staatlichen Leitfäden zur privaten Vorsorge seien zwar bekannt, aber kaum gelesen, beobachtet Prof. Oltmanns: Er kenne "eigentlich niemanden", der sie wirklich durchgearbeitet habe.
  • [ca. 00:46:55] Für Haushalte gehe es zunächst um Wasser, haltbare Vorräte, einen Kocher und die Frage, ob man eine Woche allein klarkomme; entscheidend sei aber auch mentale Vorbereitung, nicht nur ein Kellerregal.
  • [ca. 00:54:00] Oberst i.G. Häußermann fordert eine altersgerechte Debatte in Schulen darüber, wie moderne Kriege aussehen; die Ukraine zeige, dass auch Zivilisten und verwundbare Infrastruktur gezielt betroffen seien.
  • [ca. 00:54:00] Es sei "völlig abwegig" zu glauben, ein Konflikt mit Russland würde Deutschland anders treffen als die Ukraine, falls Abschreckung scheitere, warnt Oberst i.G. Häußermann.
  • [ca. 00:56:20] Das Ahrtal zeigt für Oberst i.G. Häußermann, wie schnell ein effizientes System kippt: Innerhalb von 24 Stunden seien alle Tankstellen leer gewesen, weil Hilfskräfte, zivile Helfer und Bauern mit Treckern gleichzeitig Benzin brauchten.
  • [ca. 00:56:20] "Es gibt gar nicht so viel, was es braucht, um unser Land zum Stocken zu bringen", sagt Oberst i.G. Häußermann und beschreibt Deutschland als sehr gut organisiert, aber gerade deshalb verletzlich.
  • [ca. 00:58:00] Prof. Oltmanns hält den geringen Haushaltsansatz für Zivilschutz für unzureichend; nötig seien mehr Übungen, digitale Vernetzung und Systeme, die nicht erst tagelang Zuständigkeiten klären.
  • [ca. 01:00:35] Konrad Göke zieht das Fazit, dass Deutschland erste Schritte gemacht habe, aber militärische Planung, zivile Vorbereitung, Wirtschaft und Gesellschaft noch lange nicht ausreichend zusammengedacht seien.

Transkript anzeigen

00:00:00: US-Präsident Donald Trump hat die vereinbarte Stationierung von Tomahawk Raketen in Deutschland abgesagt und damit eine Debatte ausgelöst, die längst überfällig war.

00:00:10: Wie verteidigungsfähig ist Deutschland wirklich?

00:00:13: Nicht auf dem

00:00:14: Papier

00:00:14: nicht im Koalitionsvertrag sondern operativ logistisch gesellschaftlich.

00:00:19: Ich habe heute zwei Gäste, die das aus unterschiedlichen Blickwinkeln beantworten können.

00:00:24: Thorsten Oldmanns ist Professor an der Quadriga Hochschule Berlin, Managingpartner des Zentrum für nachhaltige Transformation und war selbst Ministerialdirektor im Bundesverteidigungsministerium.

00:00:36: Er hat eine viel diskutierte Studie veröffentlicht die zeigt ein Bündnisfall muss Deutschland achthunderttausend alliierte Soldaten durchschleusen – das kann die Bundeswehr allein nicht stemmen!

00:00:46: Herzlich Willkommen Herr Oldmannes.

00:00:49: Kai Ingmar Häusermann ist oberst im Generalstab und leidet das Logistikreferat im Bundesministerium der Verteidigung.

00:00:55: Davor hat er die mobilen Logistiktruppen der Bundeswehr geführt, den personalstärksten Verband der Streitkräftebasis und hat zwei Jahre als NATO-Logistikklaner beim Allied Rapid Reaction Corps in Großbritannien gearbeitet.

00:01:09: Er kennt die Lücken im System von Innen!

00:01:11: Herzlich willkommen Herr Häuserman!

00:01:13: Danke schön!

00:01:14: Mein Name ist Konrad Göke ich bin Chefredakteur von Politik & Kommunikation Herr Häusermann, Donald Trump hat die Tomahawk-Stationierung in Deutschland abgesagt.

00:01:33: Verteidigungsminister Boris Pistorius nannte das die beunruhigendere Nachricht verglichen zu der Nachricht dass fünftausend Streitkräfte US Soldaten aus Deutschland abgezogen werden.

00:01:43: Wie groß ist denn die Lücke, die dafür Deutschland entsteht?

00:01:46: Was sagt das über unsere Verteiligungsfähigkeit aus?

00:01:49: Ja, Sie haben ja bei der Vorstellung mich gerade schon als Referatster dafür Logistik angekündigt.

00:01:54: Insofern ist die Stationierung von Mittelstreckenraketen jetzt nicht meine Expertise.

00:01:59: Nichtsdestotrotz ist das natürlich ein aktuelles Thema verknüpft nämlich mit der Frage wie groß wird der amerikanische Beitrag zur Verteidigung Europas sein?

00:02:08: Und im Rahmen der NATO-Verteidigungspläne spielt das natürlich eine große Rolle und auch logistisch ist.

00:02:13: die stationierung amerikanischer Streitkräfte in Europa ist natürlich auch ein entscheidender Faktor, weil wir insbesondere über die sogenannte Drehscheibe Deutschland, über diese sicherlich noch länger sprechen werden.

00:02:25: Also eine zentrale logistische Unterstützungsfunktion Deutschlands für die NATO-Verteidigungspläne.

00:02:31: Hier sind die Amerikaner sozusagen unser wichtigster Kunde.

00:02:35: was den Umfang anbelangt um speziell auf die Mittelstreckenracket nochmal zu kommen hier geht es natürlich um strategische Fähigkeiten.

00:02:42: Sicherlich muss man das im Kontext sehen einer Stärkung des europäischen Pfeilers der NATO, also der Entwicklung eigener Fähigkeiten.

00:02:50: Da befinden wir uns aber im Gespräch mit den Amerikanern und letztendlich sind diese Entscheidungen aus meiner Sicht auch noch nicht endgültig, auch wenn sie in der Presse schon so diskutiert werden.

00:02:58: Wir sind in sehr engen Gesprächen mit den amerikanischen Freunden und werden sicherlich diese Entscheidung dann in den nächsten Wochen weiter begleiten.

00:03:07: Ja Herr Manns, dann kommen wir doch mal zu Logistik und Drehscheiben fangen aber erst einmal an bei der Zeitenwende.

00:03:13: Das ist ja ein Begriff aus der Regierungserklärung von Olaf Scholz aus dem Februar-Zweitausend-Zweiundzwanzig stammt.

00:03:20: das war drei Tage nach dem russischen Überfall auf die Ukraine.

00:03:24: seitdem ist der Verteidigungshaushalt auf einem Rekordniveau Das Sondervermögen läuft, die schönen Bremses dafür ausgesetzt.

00:03:32: Sind wir jetzt mitten in der Wende oder sind wir schon gewendet?

00:03:35: Oder waren das bisher nur warme Worte?

00:03:38: Es gibt was zwischen warmen Worten und wir sind schon fertig.

00:03:41: Also wir sind auf einem guten Weg glaube ich.

00:03:44: Gut meine ich tatsächlich im Sinne von Verteidigungsfähigkeit.

00:03:47: Ich finde alles sage jetzt nicht weil jemand mit Uniform neben mir sitzt sondern ich finde dass was läuft ist ein ungewöhnliches Beispiel dafür wie viel gleichzeitig verändert und verschoben wird, finde ich.

00:03:58: Klappt nicht alles und wir reden bestimmt gleich noch über Probleme und so was.

00:04:02: aber ich finde das ist nicht nur die Bundeswehr sondern ein guter Teil der Gesellschaft auch der begleitenden Institutionen und sowas die sich da sehr schnell bewegen.

00:04:14: es wird trotzdem noch sehr lange dauern.

00:04:16: das sehen wir auch an der Diskussion alleine über das Vermögen und die Frage bis wann ist das abgeflossen?

00:04:21: Michel fließt wann ab usw.

00:04:24: Das wird alles nicht so schnell gehen, wie sich das viele wünschen.

00:04:27: Aber es ist eigentlich ein erstaunlich, finde ich, erstaumlich gut gemanagt auf flotter Prozessgemäßen daran wo wir vor drei Jahren standen.

00:04:36: Das ist natürlich angesichts der Klagen und der Berichterstattung die wir haben überraschend für mich.

00:04:42: Natürlich sind Journalisten im Klagen besonders gut.

00:04:45: Ich mache das auch sehr gerne in unserem Newsletter.

00:04:48: Kommen wir mal zu den konkreten Zahlen.

00:04:50: Es gibt ja Herr Häusermann, den geheimen Operationsplan Deutschland beziehungsweise es gibt den Operationsplan und er ist geheim.

00:04:55: das sind soweit ich informiert bin rund ein tausend vierhundert Seiten die sich gerade in der dritten Fassung befinden oder eine Dritte Fassung wird gerade erarbeitet.

00:05:06: im Klartext heißt dass bis zu acht hunderttausend alliierte Soldaten und zwei hundertausend Fahrzeuge sollen in sechs Monaten durch Deutschland in Richtung Ostflanke verlegt werden können.

00:05:16: Da wäre erstmal meine Frage, warum braucht es überhaupt eine dritte Fassung?

00:05:20: Waren die ersten beiden nicht gut genug?

00:05:22: Nein.

00:05:23: Also zunächst muss man aus meiner Sicht den Operationsplan Deutschland vielleicht nochmal ein bisschen einordnen.

00:05:27: Es handelt sich um den militärischen Anteil an der Gesamtverteidigung Deutschlands.

00:05:31: also das ist ein militärischer Plan, der nicht nur die Unterstützung Alliierter im Rahmen der sogenannten Drehschalbe Deutschland beschreibt sondern auch nationale Aufgaben wie zum Beispiel den Schutz von verteidigungswichtiger Infrastruktur.

00:05:45: Er ist synchronisiert, also auch abgeleitet aus den NATO-Verteidigungsplänen.

00:05:50: Das sind ja die NATO Gesamtpläne zur Verteidigung Europas und insofern ist dieser Transit von alliierten Streitkräften durch Deutschland ein wichtiger, auch entscheidender Aspekt aber eben nicht der einzige dritte Fassung.

00:06:03: jeder Operationsplan wir sagen so schön überlebt den Kontakt mit der Realität nur für wenige Minuten.

00:06:12: natürlich können sie einen solchen Plan nicht für die Ewigkeit schreiben, sondern sie müssen ihn im Grunde genommen mindestens einmal im Jahr überprüfen.

00:06:20: Und genau das tun wir auch.

00:06:22: Es ist ja das erste Mal, dass Deutschland in dieser Form einen solchen Plan aufgestellt hat seit dem Kalten Krieg.

00:06:29: und dann ist es natürlich auch klar, dass wenn man das das erste mal macht, dass nicht gleich alles perfekt ist.

00:06:34: Zumal er unter großem Zeitdruck entstanden ist.

00:06:36: Insofern ist dieser Revisionsprozess von vornherein auch so angelegt und der wird auch so weitergehen.

00:06:42: Und ein wichtiger Aspekt jetzt gerade bei der dritten Revision, das vielleicht noch mal abschließend ist auch die Ausführbarkeit des Planes zu verbessern und zwar insbesondere auch den Anschluss der zivilen Unterstützung dieses Plans.

00:06:56: Also insofern liegt ein Teil dieser Revision auch darin dass die Zusammenarbeit zwischen der Bundeswehr als militärischen Anteil dem zivilen Akteuren, insbesondere natürlich auch anderen Ressorts und den Bundesländern sich in den letzten zwei Jahren maßgeblich verbessert hat.

00:07:12: Und es gilt jetzt sozusagen dieses was erarbeitet worden ist im Kontakt zwischen unterschiedlichen Ebenen jetzt auch in den Plan einfließen zu

00:07:20: lassen.".

00:07:20: Wie kann ich mir das denn vorstellen?

00:07:22: Ich denke da ja zum Beispiel an die Züge, die man manchmal sieht... Da steht dann Panzer hinten drauf!

00:07:28: Was sind denn die weniger bekannten logistischen Operationen die da auch mit bedacht werden müssen?

00:07:36: Ja, fangen wir mal mit einfachen Sachen an.

00:07:38: Wenn Sie im großen Umfang Zehntausende von Fahrzeugen durch Deutschland schleusen und zwar nicht nur auf der Schiene – da wären wir insbesondere natürlich die schweren, die Kettenfahrzeuge transportieren – sondern eben auch in großen Marschkonvoes wie viele das ja auch kennen.

00:07:52: Auf der Autobahn sieht man das aber das ist eher eine Ausnahmerscheinung dass dann einmal ein Bundeswehr oder vielleicht auch einen Alliator-Konvol amerikaner zu sehen sind.

00:08:00: Das würde dann innerhalb weniger Wochen in sehr, sehr hoher Frequenz passieren.

00:08:04: Und diese Convoys müssen natürlich auch unterstützt werden.

00:08:06: Die werden ja mehrere Tage unterwegs sein und das stützt heißt die müssen tanken.

00:08:10: Die Soldaten müssen ermochlafen können.

00:08:11: Die müssen essen.

00:08:13: Es muss eine gewisse Sicherheit sichergestellt sein.

00:08:15: Wie machen wir das?

00:08:16: Wir haben über Deutschland ein Netzwerk von sogenannten Convoy Support-Centern so nennen wir das.

00:08:21: Das ist im Grunde genommen nichts anderes als eine militärische Raststätte wo genau diese Fähigkeiten, die ich gerade beschrieben habe, dann vorhanden sind.

00:08:29: Und an diesen Orten werden die Convoys dann anhalten, zum Teil übernachten.

00:08:33: Zum Teil nur logistisch unterstützt und machen sich weiter auf den Weg.

00:08:36: Also das ist ein Aspekt.

00:08:38: Genauso gehört dazu der Betrieb von Flughäfen und Seehefen.

00:08:43: Hier werden wir im Kern zivile Häfen nutzen auch mit ziviler Unterstützung sicherlich ja ein wichtiges Thema, auf das wir heute noch kommen werden dieser ganze Plan Die Unterstützung geht nur mit starker Unterstützung einerseits der zivilhoheitlichen Seite Also andere Ressorts, Behörden aus Bund und Ländern.

00:09:02: Aber eben auch nur mit massiver Abstützung auf was wir zivilgefärbliche Leistungen nennen also im Prinzip die Industrie mit ihren auch gerade logistischen Fähigkeiten.

00:09:11: Und in den Häfen wird genau das stattfinden.

00:09:14: Das sind ja keine militärischen Häfen.

00:09:16: Wir werden dort civile Infrastruktur nutzen und auch civile Dienstleistung um zum Beispiel Ein wegen aus den USA entkommende Rohro-Schiffe, also große Schiffe die für den Transport von Fahrzeugen spezialisiert sind im Hafen zu entladen und dann die Fahrzeuge der Bahn weiterzutransportieren oder auch auf der Straße.

00:09:34: Ja Herr Holtmanns logistische Drehscheibe Deutschland.

00:09:38: ich wollte schon wir haben ja vorhin schon angesprochen wie viele Menschen wie viel Geräte bewegt werden muss.

00:09:45: wo kommt denn das alles her überhaupt?

00:09:47: Wo kommt das Gerät her?

00:09:49: oder wo kommt die Unterstützung her?

00:09:51: das Gerät und die Menschen.

00:09:52: Also wenn man sagt, die müssen geschleust werden irgendwo müssen sie auch herkommen?

00:09:56: Ja wir brauchen ja sozusagen eigentlich nur auf einen guten türke Schulatlas zu gucken.

00:10:00: oder im Prinzip wir haben ungefähr zweihunderttausend deutsche Soldaten und Soldaten.

00:10:06: Die anderen sechshundertausend kämen dann von Frankreich Spanien Niederlande Belgien UK Guten Paar sind wahrscheinlich schon in aus der europa.

00:10:15: es ist ja so zwang Strategie oder so ein Plan ist ja relativ naheliegend, wenn es im Osten und da kommt vermutlich die Bedrohung her.

00:10:25: Dann sind ein paar schon da aber die meisten müssen halt dahin also müssen halt am Ende diese ganzen Menschen in Grunde eine ganze Stadt wie Frankfurt sozusagen komplett umziehen eigentlich innerhalb des halben Jahres irgendwo nach Osten wohin auch immer.

00:10:41: genau kann sich jeder selber ausmalen, was das bedeutet.

00:10:46: Weil sozusagen der Rest geht ja weiter.

00:10:47: Also wir sitzen nicht eine halbe Jahr zu Hause und warten bis es passiert ist sondern die Menschen fahren trotzdem weiter zur Arbeit sie fahren in Urlaub, besuchen die Großeltern am Wochenende und was auch immer.

00:10:58: Das heißt man hat ungefähr ne Ahnung was das bedeutet.

00:11:00: wenn man jetzt schon ärgert bei den einen oder anderen Stau dann hat man relativ schnell glaube ich verstanden was das bedeutet wenn das tatsächlich in Deutschland passieren muss.

00:11:09: Sie haben in ihrer Studie ja Finnland, Schweden und die Niederlande als Vorbilder für die zivilmilitärische Zusammenarbeit genannt.

00:11:16: Was machen sie denn so besonders gut?

00:11:17: Dass sie sich zu Vorbildern außer Korn haben?

00:11:20: und warum hat Deutschland die bis heute nicht einfach kopiert?

00:11:25: Das ist eine gute Frage!

00:11:28: Ich versuch's mal so... Die haben natürlich eine sehr unterschiedliche Geschichte in der Art mit dem Militär oder mit Bedrohungen umzugehen also Finnlands zum Beispiel glaube ich finden wir alle relativ beeindruckend, weil das ein kleines Land ist.

00:11:40: Dass sich es achtzig Jahre lang geht.

00:11:41: Zum Grunde mit der Frage beschäftigt was würden wir denn tun wenn zum Beispiel Russland unsere Souveränität in Frage stellt?

00:11:50: und das ist klar dass ist eine relativ viel Fläche für relativ wenig Menschen.

00:11:54: Das heißt man muss auch ziemlich intensiv drüber nachdenken finde ich insgesamt beeindruckt weil das völlig unmilitaristisch ist.

00:12:01: also wir haben ja hier zurecht in Deutschland immer das Gefühl bloß aufpassen dass es nicht in irgendeiner Form im Militarismus abgleitet Verstehe ich hundert Prozent.

00:12:09: Und deswegen fand das finnische Beispiel gut, weil die eine sehr zivilgesellschaftliche Art finden miteinander auch darüber zu reden.

00:12:16: Da gibt es zum Beispiel regelmäßig Führungskräfte-Seminare, die glaube ich vier oder sechs Wochen sogar dauern, wo aus verschiedenen Ebenen von Firmen des Militärs der Politik Leute zusammenkommen und dann praktisch sechs Wochen lang miteinander diskutieren.

00:12:32: was muss man eigentlich machen?

00:12:33: Die bereiten sich sehr intensiv nicht durch Militaristische Sachen vor, sondern zum Beispiel wenn sie Brot kaufen bezahlen sich irgendwie drei oder fünf Fennig und also was zusätzlich.

00:12:43: Und das geht schon in so eine Vorratskasse, weil man das Gefühl hat Wenn es mal losgeht ist zu spät zum Sammeln, das mache ich jetzt mal.

00:12:49: Fand ich ein schönes Beispiel dafür dass man's eben zum Glück auch machen kann ohne dass das immer so poissisch militäristischen wird und an die tausend Jahre schlimmer Geschichte erinnert.

00:12:59: England hat ne ganz andere Tradition.

00:13:00: natürlich ist ja auch sozusagen sehr viel wie soll ich mal sagen lässiger damit seine Soldaten in die ganze Welt zu schicken, das kann man gut oder schlecht finden.

00:13:09: Aber man sieht dass es da eine sehr intensive vertragliche Kooperation mit Unternehmen gibt.

00:13:16: was uns in Deutschland schwerfällt auch durchaus aus nachvollziehbaren guten Gründen ist aber zum Beispiel für sogenannte Vorhalteverträge zu machen weil man aus vergabentechnischen Gründen eigentlich nur etwas bezahlen darf.

00:13:28: was auch gemacht wird macht Sinn.

00:13:30: auf der anderen Seite wenn sie natürlich das Gefühl haben wir müssen Transport von acht hunderttausend Menschen einstellen, dann macht es ja Sinn vorher Leuten Bescheid zu sagen, passen auf.

00:13:39: Wenn das so weit kommt, denn müsste die ja eigentlich bereits in der Lage sein.

00:13:44: Busse, Lkw-Smaßersicht.

00:13:46: Das kann man machen ist aber immer noch vergabentechnisch schwierig zu sagen dafür gibt's dann aber schon mal Geld sondern dann muss man immer noch sag ich jetzt mal aus in meinen Wort man muss dann immer so Umgehungstratbestände finden oder irgendwas finden was man bezahlen kann damit eine Vorhalteleistung gemacht wird.

00:14:02: Das können die anderen besser?

00:14:03: Da sind sie auch sehr viel nüchterner und klarer, haben und zahlen sozusagen an dieser Schnittstelle zwischen Zivilwirtschaft und Militär das was man zahlen muss um am Ende so eine Vorhalte Sicherheit zu haben.

00:14:17: Herr Häusermann Sie haben ja gesagt oder wir haben hier schon die Zahlen genannt wieviel an Personal- und Geräter bewegt werden muss dass es sich auch über ein halbes Jahr zieht in den Planungen.

00:14:28: Was ist denn da in den ersten Wochen und Monaten eigentlich am wichtigsten?

00:14:33: wird da von jedem etwas bewegt, weil die am Ende zusammenarbeiten müssen oder gibt es bestimmte

00:14:39: Truppen

00:14:40: und Geräte, die zuallererst an die Front gebracht werden müssen?

00:14:45: Also zunächst muss man sagen dass wir die NATO-Verteidigungspläne darauf ausrichten das es gar keine Front gibt.

00:14:51: Wir wollen ja einen Krieg verhindern!

00:14:53: Das heißt der strategische Gesamtansatz der NATO ist dann wenn ein möglicher Angriff erkannt wird noch in Friedenzeiten – und das ist sehr wichtig, weil unsere gesamten Planungen sind darauf ausgerichtet, im Frieden wahrscheinlich einer Krise aber rechtlich eben noch in Frieden tatsächlich umgesetzt zu werden.

00:15:11: Das ist deswegen wichtig weil wir in Deutschland ja mit dem Spannungs- und Verteidigungsfall besondere Rechtstatbestände haben die uns aus der Verteiligungssicht für die Bundeswehr vieles erleichtern würden, die aber dann noch nicht gelten werden.

00:15:24: das heißt wir verlegen die militärische Fähigkeiten um Abschreckung zu erzielen.

00:15:29: Wir haben an der NATO Ostflanke natürlich auch jetzt schon Truppenteile.

00:15:34: Im Kern sind das aber die Staaten mit ihren eigenen Streitkräften, die sich dort befinden und einige wenige NATO-Truppenteilen wie zum Beispiel unsere deutschen Soldaten in Litauen wo wir ja derzeit gerade eine Brigade aufbauen und der Rest muss verlegt werden.

00:15:48: Und welche Fähigkeiten sind das?

00:15:51: Insbesondere die, die ich eben für Abschreckung brauche.

00:15:54: Das heißt schwere Truppenteile, gepanzerte Truppenteile aber natürlich auch Aufklärungsfähigkeit alles was im Prinzip gebraucht wird um einem potenziellen Angreifer in diesem Fall Russland aus unserer Sicht ganz klar zu signalisieren den Angriff lass lieber bleiben mit uns legt dich lieber nicht an.

00:16:13: Beide Seiten kennen gelernt, also sowohl als Kommandeur der mobilen Logistiktruppen mit achttausend Soldaten und jetzt aber auch als Referatsleiter Logistik im Ministerium.

00:16:24: Wo klemmt das eigentlich im System Ihrer Ansicht nach am meisten?

00:16:27: in der Truppe?

00:16:27: Im Ministerium oder in der Politik?

00:16:30: Das würde ich so nicht sagen!

00:16:31: Alle drei die Sie gerade erwähnt haben ihre eigenen Herausforderungen und Aufgaben.

00:16:37: In der Politik ist die große Aufgabe gesellschaftlich, gesamtstaatliche Verteidigung zu organisieren.

00:16:43: Etwas was wir seit Jahrzehnten nicht mehr machen mussten und natürlich auch über den Staat hinaus eine Gesamtgesellschaftliches Verständnis zu schaffen.

00:16:51: Wir sprachen ja vorhin über Schweden und Finnland.

00:16:53: da gibt es ein solches Verständnis das von einem solchen möglichen Konflikt dem wir verhindern wollen durch Abschreckungsfähigkeit jeder einzelne Bürger betroffen wäre.

00:17:03: In Deutschland begegnen wir tatsächlich oft eine Einstellung, die davon ausgeht.

00:17:07: Naja das übernehmen dann die Spezialisten.

00:17:09: also so ein bisschen bildlich gesprochen Die Bundeswehr verlegt an die Ostflanke Wir fliegen in den Urlaub nach Mallorca und dass ist natürlich ein unrealistisches Bild.

00:17:17: Deutschland das muss man auch dazu sagen Ist klar zwar nicht Frontstaat sowie in Polen oder das Baltikum aber wir sind Nicht nur Drehscheibe wir sind auch Operationsgebiet.

00:17:27: aus Deutschland heraus würden in einem solchen Fall NATO-Kampfflugzeuge zu Operationen starten.

00:17:32: Der logistische Aufmarsch findet im Kern in Deutschland statt, also insofern brauchen wir ein gemeinsames Verständnis und das ist eine wichtige Aufgabe der Politik.

00:17:41: Genauso die Bereitstellung von Ressourcen.

00:17:43: Wir sprachen ja schon über Haushaltsmittel aber Geld allein ist natürlich auch nicht die Lösung aller Herausforderungen.

00:17:48: Im Ministerium ist im Kern die große Herausforderung.

00:17:51: dann mit den bereitgestellten Ressursen und im Bereich Haushaltsmitteln hat uns die Politik ja im großen Umfang hier tatsächlich ressourcenbereit gestellt und die wirken sich jetzt aus im vielfältiger Hinsicht, nämlich die Rüstungsindustrie wo in den letzten Jahren entsprechende Verträge geschlossen wird beginnt zu liefern und das gilt es im Ministerium zu organisieren.

00:18:13: genauso aber wie dass Thema Gesamtstaatliches zusammenwirken also das Zusammenarbeiten mit anderen Ressorts.

00:18:20: Das Anpassen von Gesetzen eine ganz wichtige Aufgabe.

00:18:23: auch hier ist in den vergangenen Jahren unglaublich viel passiert Auch für den Bereich Logistik interessant zum Beispiel Anpassung in der Gesetzgebung von der Straßenverkehrsordnung bis zu Beschaffungsgesetzen mit einer wirklich großen Geschwindigkeit.

00:18:38: Und die Truppe hat die Herausforderung sich auf einen völlig neuen Auftrag einzustellen, sie war in den letzten Jahrzehnten ja vor allen Dingen auf das internationale Krisenmanagement ausgerichtet also auf Operationen weit außerhalb von Deutschland wo immer nur kleine Truppenteile zur Wirkung kam.

00:18:52: Das war vor allem für die Logistik natürlich einerseits eine Herausforderung weil wir in sehr unwirtlichen Gegenden wie Afghanistan zum Beispiel oder in Mali operiert haben, wo man relativ wenig Unterstützung aus dem Land bekommen konnte.

00:19:05: Aber die Truppenkonditionen waren klein.

00:19:07: wir konnten also wenige logistische Fähigkeiten auf einen ganz spezifischen Auftrag konzentrieren.

00:19:13: jetzt muss sich die Truppe im Kern darauf einstellen dass die Bundeswehr als Ganzes einsatzbereit sein muss alle Truppenteile gleichzeitig.

00:19:20: das erfordert natürlich was Personal Material und Infrastruktur anbelangt sehr viel.

00:19:26: abschließend vielleicht weil ich ja meiner Vorverwendung Kommandeur war Am wenigsten Sorgen mache ich mir tatsächlich, was die Ölpassungsfähigkeit der Truppe anbelangt.

00:19:35: Insbesondere in der eigentlichen Situation dann das ist etwas, was man als Soldat bis zum letzten lernt.

00:19:41: Ich glaube, die größeren Herausforderungen liegen tatsächlich im Moment, was Die Vorbereitung anbelange in der Politik bei den gesellschaftlichen Aufgaben und natürlich auch in dem gesamtsstaatlichen Ansatz.

00:19:51: Wie organisieren wir als ein dezentral organisierter Staat?

00:19:56: Der sehr gut funktioniert mit dem Subsidaritätsprinzip In Friedenzeiten, in Krise und Konflikt vor allem dann wenn sie sehr groß sind und viele staatliche Institutionen betreffen.

00:20:06: Dann haben wir immer die Herausforderung wie wir es ja auch bei anderen Themen wie Terrorismus oder größere Unlücksfälle, wenn ich an das Ahr teile zum Beispiel denke Wie organisiere ich denn die unterschiedlichen Zuständigkeiten?

00:20:18: Und bekomme alle dazu eine Richtung zu marschieren, wie wir so schön sagen.

00:20:22: Der mir bereits angedeutet oder angeschnitten Herr Häusermann dass so viele Truppen, so viel Gerät durch Deutschland durchgeschläust wird.

00:20:30: Dann ja nicht nur die Durchleitung gefragt ist sondern Deutschland muss dann auch aktiv unterstützen mit einer Infrastruktur, Treibstoffwartung und so weiter und haben auch angesprochen dass da natürlich auch die Privatwirtschaft ihren Beitrag leisten muss.

00:20:46: was muss denn ein deutsches Unternehmen dafür heute konkret vorbereitet haben?

00:20:50: Und wie weiß die deutsche Wirtschaft das eigentlich?

00:20:54: also da würde ich unterscheiden.

00:20:56: Das eine ist, die Wirtschaft ist natürlich in vielfältiger Art und Weise von einem solchen Krise- und Konflikt betroffen.

00:21:02: Und will sich natürlich auch darauf vorbereiten.

00:21:05: Da würde ich erst mal beginnen bei den nötigen Maßnahmen zur Realisierungssteigerung.

00:21:09: Das hat noch gar nichts damit zu tun ob man tatsächlich einen Vertrag mit der Bundeswehr hat und eine Aufgabe sondern Wirtschaftsunternehmen haben natürlich auch in einer Krise und Krieg weiterhin einen wichtigen Beitrag für die gesamtgesellschaftliche Versorgung zu liefern.

00:21:25: Vulnerabilitäten.

00:21:26: Also die Lieferketten zum Beispiel, wo wir ja gerade jetzt wieder feststellen wie empfindlich sie sind.

00:21:33: Cyberangriffe, die z.B.

00:21:35: kritische Infrastruktur also unsere Energieversorgung lahmlegen können und das betrifft ja nicht nur die Streitkräfte sondern es betrifgt auch die Gesellschaft als Ganzes.

00:21:44: insofern ist das ein Bereich den sich die Unternehmen auch die Sicherheit der Mitarbeiter zum Beispiel Die Absicherung der eigenen Infrastruktur.

00:21:52: neben der Frage habe ich einen Vertrag und eine Rolle mit der Bundeswehr.

00:21:56: Ansonsten, um Ihre Frage zu beantworten wissen die das eigentlich.

00:21:59: Also die von denen wir jetzt schon Leistung haben wollen, wissen das natürlich weil wir ja mit den einen Vertrag geschlossen haben.

00:22:05: also es läuft ja nicht so dass sozusagen die Unternehmen sich selber Gedanken machen müssen werde ich hier eigentlich gebraucht und wie kann ich die Bundeswehr alleine unterstützen?

00:22:14: Das ist zwar grundsätzlich lobenswert wenn Sie sich das überlegen aber im Kern ist es so.

00:22:19: Wir müssen ein Bedarf feststellen und diesen konkreten bedarf den kommunizieren wir dann.

00:22:24: allerdings reicht es natürlich nicht aus, zu warten bis man den Vertrag wirklich abgeschlossen hat.

00:22:30: Denn wir reden ja von sehr umfangreichen Unterstützungsleistungen sondern wir müssen hier also auch als Bundeswehr auf die Wirtschaft zugehen und Informationen an die Unternehmen bringen damit diese sich darauf einstellen können.

00:22:41: was kommt denn möglicherweise an Leistung auf uns zu?

00:22:44: Dazu gehört natürlich auch dass wir uns eine bessere Marktübersicht verschaffen.

00:22:50: das ist tatsächlich eine Herausforderung weil wir natürlich bestimmte Bedarfe jetzt noch gar nicht vollständig erfassen können.

00:22:56: Wir wissen eben nicht genau zu welchen Störungen wird es möglicherweise kommen, die dann dazu führen könnten dass Verträge die wir abgeschlossen haben gar nicht mehr erfüllt werden können entweder weil der Gegner auf uns einwirkt oder weil Lieferketten zusammenbrechen und militärische Operationen das hat Klaus Witz so schön mit dem Nebel des Krieges beschrieben sind nie so wie ich sie geplant habe.

00:23:17: Das gilt auch für die Logistik.

00:23:18: also alles was wir jetzt an bedarfen planen kann sich sehr schnell und dynamisch in einer aktuellen Krise weiterentwickeln.

00:23:25: Und dann wird die Fähigkeit wichtig sein auf beiden Seiten, auf Seiten der Wirtschaft und auch auf unserer Seite.

00:23:29: wie kommt man dann schnell zusammen?

00:23:31: Einerseits Wie schaffe ich mir einen Überblick?

00:23:34: welche Leistung kann die Wirtschaft eigentlich erbringen?

00:23:37: Welche Folgen hätte es wenn die Bundeswehr auf diese Leistung zugreift?

00:23:41: Auch das ist ein wichtiger Aspekt weil im Kern Die Fähigkeiten der Wirtschaft ja nicht einfach zu Tage liegen sondern irgendwo gebunden sind.

00:23:49: und Der letzte Aspekt ist Wie bringt man diese Leistung dann möglichst schnell zusammen?

00:23:54: Da geht es vor allen Dingen um den Aufbau von Datenbanken zum Beispiel.

00:23:58: Das ist ein Aspekt, den auch die Bundeswehr jetzt aufgegriffen hat in dem man derzeit daran arbeitet über das sogenannte Vergabeportal.

00:24:08: Das sind im Prinzip eine Internetplattform wo die Bundeswehre ihre Bedarfe ausschreibt dort aber auch andersrum die Möglichkeit zu geben, dass Unternehmen ihre Leistungsdaten dort hinterlegen können um der Bundeswehr die Möglichkeit verschaffen abseits von konkreten Bedarfen auf diese Informationen zuzugreifen.

00:24:27: Und genauso wichtig sind natürlich vielfältige Informationsveranstaltungen wo man sich mit der Wirtschaft austauscht das heißt im Grunde genommen jenseits eines konkreten bedarfes darüber zu sprechen.

00:24:38: welche Bedarfe gibt es denn überhaupt im Operationsplan?

00:24:41: Was wird in den nächsten Jahren möglicherweise auf die Wirtschaft noch zukommen?

00:24:45: Aber auch der Wirtschaft die Möglichkeit zu geben, Fragen zu stellen und eigene Vorschläge an uns heranzubringen.

00:24:51: Denn am Ende hat man nie eine totale Übersicht sondern man lebt davon dass auch die andere Seite mit ihren Ideen An-und-Zerrandtritt und konkrete Vorschlage macht.

00:25:02: Ja Manns das ist ja etwas worüber sie sich auch Gedanken gemacht haben.

00:25:06: in einer digitalen Plattform die Bedarfe und Kapazitäten miteinander zusammenbringt gibt es eigentlich, was sind denn die Hürden auf dem Weg zu einem solchen Konzept?

00:25:19: Ist das fehlendes Geld oder fehlende Daten oder auch eine fehlenden Bereitschaft da irgendwie aus den Puschen zu kommen.

00:25:28: Ich glaube, dass schwierigste ist also ich fange mal anders an.

00:25:30: Was haben wir eigentlich versucht?

00:25:32: Ich glaube das Interessante an unserer Studie ist der Logikwechsel, den das eigentlich voraussetzt war sozusagen mit allem Respekt vor der Bundeswehr So wie ich die Bundeswehr kennengelernt habe es auch schon ein bisschen her, aber also ich glaube die meisten können das bestätigen.

00:25:47: Ist der natürliche Reflex ist jetzt sammeln wir einfach mal alles was wir kriegen können?

00:25:51: Also wir haben auch zwischendurch war eines meiner schönsten Erlebnisse bei der Recherche.

00:25:56: Wir haben so einen Oberst Leutnant der Reserve getroffen, der ganz stolz darauf war dass er Hunderte von Faxen rausgeschickt hatte um in seinem Bereich des Territorialkommandos mal zu fragen wie viel Dixieclose passen denn da vor die Gemeinde?

00:26:11: oder Jetzt ist aber die Frage, wie viele Dixie-Klose dahin passen wirklich nur einen minimaler Ausschnitt von dem was man eigentlich braucht.

00:26:18: Und natürlich kann man sich theoretisch vornehmen wir sammeln einfach mal alles dann haben wir es und dann können wir immer noch überlegen was zu machen.

00:26:24: Was mir aber klüger fand war in dem Fall von der Wirtschaft zu lernen Die entlang der Prozesse im Grunde beschreibt was sie braucht also die einfach zum Beispiel im Automobilindustrie ist das glaube ich am weitesten fortgeschritten Im Grunde sich überlegt Dann müssen wir eigentlich etwas von A nach B bringen Wer macht dann was?

00:26:42: Und dann sagt eigentlich, pass mal auf.

00:26:44: Du bist meinetwegen der Hersteller von irgendwelchen Sitzen und wir wollen von dir wissen wieviel Sitze wann wo wie und zwar automatisch und zwar so dass wir uns um nichts mehr kümmern müssen.

00:26:56: Wo du dann erfährst welche Ersatzteile und welche Einzelteile deine Sitze kriegen.

00:27:01: das ist dann deine Sache.

00:27:02: aber sozusagen praktisch nicht erstmal alles fragen sondern erst einmal überlegen was sind die Prozesse die wir organisieren müssen um dann zu sagen entlang dieser Prozese Definieren wir das, was wir wissen müssen und auch nicht mehr.

00:27:14: Und das klingt vergleichsweise einfach liegt aber mit allem Respekt glaube ich grundsätzlich nach großen Organisationen wie der Bundeswehr nicht wirklich so nah sondern da ist irgendwie das Gefühl, dass es dann muss dann Sicherheit geben.

00:27:26: Ich muss dann sozusagen große... Jetzt übertreibe ich mal, weil ich brauche Aktenordner.

00:27:30: Dann schlage ich danach an und sehe in der Gemeinde was weiß ich?

00:27:33: Gipfelhausen!

00:27:34: Da ist dann das und das.

00:27:37: Das setzt also umdenken voraus.

00:27:38: Und es setzt eben auch vorauss, deswegen waren wir auch so beeindruckt von den zum Beispiel in der UK dass man anders mit den Unternehmen zusammenarbeitet und sich überlegt.

00:27:49: Pass mal auf!

00:27:50: Wir erwarten von euch das ihr in so einer Situation schon eingeübt habt was wir wissen müssen uns das zu liefern und zwar nicht wie man's bisher gemacht hat sozusagen per Zuruf oder Fax oder sonst wie sondern ist klar wir wollen von euch bestimmte Leistungen meinetwegen Sprit für Panzer oder was weiß ich war, der muss dann und an da sein.

00:28:09: Ihr habt einen Vorlauf von drei Tagen und ihr müsst uns melden wie viel davon habt ihr denn schon da?

00:28:14: Das glaube ich ist ein ganz relativ.

00:28:17: also in der Essenz am Ende wenn man es geschafft hat relativ einfach.

00:28:20: aber man sieht natürlich auch bei den Unternehmen der Automobil oder Chemie oder Maschinenbauerindustrie es dauert schon ein bisschen bis das funktioniert bis das alles so zusammenläuft dass man sich am ende wirklich drauf verlassen kann dass man weiß was los ist.

00:28:34: Das ist glaube ich der Hauptschritt, den man machen muss im Kopf.

00:28:39: Umparken im Kopf sozusagen nennt man an dieser Stelle dann wenn es so weit ist gar nicht groß Meldewesen aufbauen muss sondern einfach ein System hat das schon funktioniert und das bauen wir natürlich in der Konstellation die Sie von beschrieben haben.

00:28:55: Man braucht für die Lagefeststellung weil jetzt ist Deutschland ja nicht so groß.

00:28:59: also mit allem Respekt vom vertraulichen Operationsplan Wir können uns wahrscheinlich alle grob denken, wie man jetzt von Aachen nach Königs Wusterhausen kommt oder so.

00:29:09: Da gibt es nicht so viele Möglichkeiten.

00:29:11: also das ist eigentlich relativ klar.

00:29:14: deswegen muss man's aber genauso gut vorbereiten dass du eben auch weißt wenn zum Beispiel durch sagen wir mal Sabotage oder was auch immer eine wichtige Verbindung ausfällt dann musst du unser System ja in der Lage sein die Alternativen zu zeigen.

00:29:26: und das ist bei eben bei so vielen Lkw ist bei so viel Menschen da nicht so, dass man drei Schulbusse anruft und setzt sie dann ersatzweise ein.

00:29:33: Sondern muss es sehr systematisch machen?

00:29:35: Das ist glaube ich der große Vorteil von dem System.

00:29:39: Und der zweite große Vorteile ist das man eben – Ich weiß nicht wie viele Soldaten die Logistik jetzt hat der Bundeswehr aber ich vermute es vielleicht noch mal ein Zehntel von denen was wir in den Neunzig Jahre oder Achtzigerjahren hatten als der ganze Apparat darauf ausgerichtet war.

00:29:52: im Grunde Da war das hier Kampfplatz In der Definition.

00:29:55: Die Leute sozusagen mussten auch nicht soweit fahren Aber Jetzt haben wir nicht mehr viel.

00:30:00: Das heißt aber, umso wichtiger ist ja in so einer Situation wo dann auch andere nämlich Engländer Amerikaner oder sonst welche Leute versuchen hier dann sozusagen hier Material zu bewegen und ja auch noch eine zivile Wirtschaft unterwegs.

00:30:11: Ist nicht auch was bewegen muss auf der Straße.

00:30:14: das heißt man muss das sehr gut vorbereiten und da war das unser Ansatz im Prinzip.

00:30:19: ja dass meine ich jetzt nicht arrogant sondern einfach nur mal zu zeigen so machen sie anderen und vielleicht kann man etwas davon lernen und das hilft an allen sozusagen reibungsloser zusammenzuarbeiten.

00:30:30: Herr Häusermann, wie mir gesagt der Operationsplan Deutschland ist vertraulisch.

00:30:35: Gleichzeitig kam jetzt letztes Jahr eine Geschichte raus dass die Bundeswehr bei Landreden und Bürgermeistern durchgeklingelt hat und andersrum und erklärt hat was im Ernstfall von der Kommune erwartet wurde.

00:30:47: Wie geheim kann so ein Plan Und wie geheim darf er eigentlich sein?

00:30:52: Also er ist tatsächlich geheim nicht vertraulich.

00:30:54: das ist ein Unterschied.

00:30:56: Der unterschied besteht darin welcher schaden der Bundesrepublik Deutschland entstehen kann, wenn dieser Plan bekannt wird.

00:31:03: Vertraulich ist es schon ein erheblicher Schaden bei Geheim noch deutlich größer.

00:31:07: Warum ist er geheim?

00:31:09: Ist das juristisch oder militärisch

00:31:12: als Kategorie?

00:31:13: Das ist im Kern natürlich militärische.

00:31:15: also es wird bewertet ob eine Information wenn sie dem Gegner bekannt wird welche Auswirkungen die hat und danach richtet sich im Prinzip die Auflagen.

00:31:24: Inzwischen vertraulich und geheim gibt es natürlich, wer darf da Zugang haben?

00:31:28: Also der Kreis wird natürlich immer kleiner werden.

00:31:31: Also insofern warum ist der Plan als Geheim eingestuft?

00:31:35: nicht wegen der Einzelinformationen die da drin steht sondern weil er als Gesamtdokument dem Gegner komplett enthüllen würde wie wir unsere nationale Verteidigung einschließlich der Unterstützung eines NATO-Aufmarsches organisieren.

00:31:47: Wie

00:31:47: viele Leute kennen den so über einen Daumen gepeilt?

00:31:50: Da fragen Sie mich zu viel, aber das sind natürlich schon hunderte.

00:31:53: Weil dieser Plan natürlich erarbeitet wurde durch eine Vielzahl und natürlich auch ziviles Personal aus den Bundesländern aus, aber eben immer nur ein sehr eingeschränkter Kreis.

00:32:03: Wir sprechen davon sogenannten Need to know.

00:32:05: also diejenigen, die den Plan wirklich kennen müssen, die kennen ihn auch Mir waren nur noch mal wichtig zu sagen, es geht um den Gesamtplan.

00:32:13: Es geht nicht darum das eben klar ist dass die A-II zum Beispiel eine wichtige Rolle spielen wird bei solchen Verschiebungen sondern es geht auch darum das in dem Plan auch deutlich wird was sind die Ausweichrunden die man nutzt?

00:32:24: Flerrt auch noch ein bisschen in Ergänzung zu dem was gerade angesprochen wurde.

00:32:28: ich wir sind da aus meiner Sicht schon deutlich weiter.

00:32:31: also der Plan sieht nicht nur die einzelnen sogenannten Mobility Corridors vor Das sind also Straßenschienennetze, über die die Verlegung dann erfolgen würde.

00:32:41: Er sieht nicht nur die von mir schon angesprochenen Raststätten sozusagen vor sondern er ist auch mit entsprechenden Verträgen hinterlegt wo im Detail unsere Vertragsnehmer wissen wann sie welche Leistungen wie zu erbringen haben.

00:32:55: Also hier reden wir nicht davon dass wenn es dann losgeht wir dann plötzlich anfangen müssten zu überlegen welches Unternehmen könnte uns eigentlich helfen.

00:33:02: Ich habe in letzter Zeit öfter mal, wenn mich Unternehmer angesprochen haben gesagt ja wir wissen gar nicht was da drin steht und wie sollen wir uns jetzt vorbereiten?

00:33:08: immer gesagt?

00:33:09: Wenn Sie eine Rolle im Obland hätten dann wüssten sie es.

00:33:12: Da komme ich auch nochmal auf Ihre Frage zurück.

00:33:14: gleichzeitig klingelt die Bundeswehr bei den Landreden an.

00:33:19: der Ansatz den wir verfolgen ist dass wir natürlich die zivile Unterstützung für den Obland brauchen im Detail mit den Betroffenen absprechen.

00:33:27: das heißt wir sprechen nicht mit allen landreden Sondern wir sprechen mit den Landräten, in deren Bereich tatsächlich Unterstützungsleistungen für die Bundeswehr erforderlich sind.

00:33:35: Was können das für Leistung sein?

00:33:38: Ich habe ja vorhin diese militärischen Raststätten angesprochen.

00:33:41: Die sind in der Regel befinden sich in militärischen Liegenschaften also in Kasernen weil das natürlich viele Vorteile hat.

00:33:47: Das reicht aber nicht!

00:33:49: Zum einen können solche Kaserne schnell zum Ziel werden und zum anderen können sie aus anderen Gründen nicht verfügbar sein.

00:33:54: deswegen gibt es immer eine zivile Alternativplanung.

00:33:56: Die sieht in der Regel die Nutzung von Zivilainfrastruktur vor und dann auch die Unterstützung aus einem Landkreis heraus mit den Leistungen, die verfügbar sind.

00:34:05: Also insofern dieses Need to know.

00:34:07: wir sprechen die an, die es wissen müssen und das gilt auch für Unternehmen.

00:34:11: ein Unternehmen was für uns vertragliche Leistung erbringt im Operationsplan Deutschland weiß dass.

00:34:16: deswegen müssen sie nicht den Operationsplan Deutschlands kennen sondern die müssen wissen was ist meine Rolle?

00:34:21: wie wird die Bundeswehr auf mich zugreifen?

00:34:23: Weitere ergänzende Aspekt.

00:34:25: Wir haben vorhin das Thema Verträge mit Vorhalteleistungen, so nennen wir das nicht Vorhaltenverträge sondern Verträge in Vorhaltsleistung angesprochen.

00:34:33: die sind nicht eine Herausforderung aufgrund der Bundeswehr, sondern es liegt einfach am Haushaltsrecht.

00:34:39: da sind wir aber tatsächlich weiter.

00:34:40: also Die Macht des Faktischen hat hier auch die Haushaltsabteilung überzeugt was nichts daran ändert dass das nicht ganz einfach ist.

00:34:49: Aber wir haben mittlerweile in vielen Bereichen Ich kann zum Beispiel ein ganz konkretes Beispiel ansprechen.

00:34:55: Wir haben einen Vertrag, der uns diese Raststätten in Teilen zur Verfügung stellt und zwar sowohl wir sprechen auch von einem modularen Ansatz sowie einzelne Module die zb eine Kaserne gebracht werden das reicht vom Dixie über mobile Tankstellen.

00:35:10: Auch Absicherung ist in diesem Vertrag mit drin Und diese Leistungen haben selbstverständlich auch einen Vorhalteanteil weil wir müssen sie.

00:35:17: innerhalb von wenigen Tagen vierzehn Tage, drei Wochen maximal müssen diese Leistungen abrufbar sein und das geht natürlich nur wenn der entsprechende Auftragteber auch Fähigkeiten kurzfristig verfügbar hat.

00:35:30: Und dafür müssen wir auch natürlich Geld bezahlen.

00:35:32: Also insofern ist das mittlerweile Gang & Gebe.

00:35:35: Anderes Beispiel sind die Verträge, die wir mit der Deutschen Bahn geschlossen haben.

00:35:39: Die brauchen wir für die Verlegung unserer Truppenteile.

00:35:43: Da braucht man auch die ganzen sechs Monate oder?

00:35:45: Ja, aber die größte Herausforderung ist was wir Reaktionsfähigkeit nennen.

00:35:49: Also wenn das ganz erstmal angelaufen ist... Wir uns vielleicht sogar schon im Verteidigungsfall befinden dann ist die größter Herausforderung eher die Mengen zu steuern.

00:35:58: in der frühen Phase ist er die Herausforderungen.

00:36:00: Wenn ich jetzt gerade mal die Bahn nehme wir brauchen innerhalb weniger Tage verbindliche Schienenstrecken und auch dass entsprechend nur rollende Material Und die deutsche Bahn das weiß jeder damit ihr unterwegs ist egal ob es um Güter oder Person verkehr geht ist gut ausgelastet.

00:36:14: Das heißt, wir haben Verträge mit der Bahn geschlossen.

00:36:17: Die ist uns erlauben innerhalb weniger Tage vorgeplant auf spezifische Leistungen zurückzugreifen und dann zum Beispiel relativ schnell militärische Verbände an die Ostflanke zu verlegen.

00:36:27: das gleiche gilt auch für zivile Straßentransportleistung also für Speditionen die Transporte für uns übernehmen und es wird übrigens auch Geld nicht hatte ja von angesprochen die Hefen und Flughäfen auch hier.

00:36:39: Wenn wir dort mit wenigen Tagen Vorlauf Leistung abrufen wollen, dann verdrängt das natürlich auch ziviles Geschäft.

00:36:45: Dann verlangt das Vorbereitungen von dem jeweiligen Betreiber.

00:36:48: Auch hier werden wir Verträge mit Vorhalteleistungen abschließen.

00:36:51: Wobei ich ganz kurz fragen darf Sie verdrängen ja nicht nur Zivile Nachfrage sondern auch andere Militärs.

00:36:59: also sie machen oder ist das Teil des Host Nation Support so was ich das weiß?

00:37:03: Ist das ja noch nicht ganz klar?

00:37:04: Also wenn die Amerikaner dann Leistungen haben wollen in Deutschland oder die Franzosen Dann konkurrieren Sie eigentlich mit denen, oder?

00:37:12: Darf ich ganz kurz noch das Host Nations Support bitte auch erklären

00:37:16: bei der Antwort.

00:37:17: Sehr gerne!

00:37:18: Ja also Host Nation die Gastnation da sprechen wir davon... Die Welt

00:37:21: zu Gast bei Freunden.

00:37:22: Genau

00:37:22: Da sprechen wir von einem System bei dem man im Prinzip Unterstützungsleistungen aus diesem Gastland Das kann reichen von Strom und medizinische Versorgung aber eben auch logistische Güter Verpflegung die Nutzung der Straßen und Wege.

00:37:36: Auch das muss ja organisiert sein Und das wird in der NATO in einem organisierten Prozess zur Verfügung gestellt, bei dem im Prinzip der sogenannte Insender die Sending Nation im Vorfeld ihre logistischen Forderungen an den Aufnahmestart entsprechend übersendet.

00:37:52: Die Herausforderung bei den NATO-Verteidigungsplänen ist dass das vorgeplant sein muss.

00:37:56: wir hatten ja gerade genau diesen Punkt.

00:37:58: es darf natürlich nicht dazu kommen dass sich dann französische amerikanische und deutsche Soldaten quasi darum streiten müssen.

00:38:06: Hier spielt das sogenannte Joint Support Enabling Command, der NATO ein Kommando unter der Führung eines deutschen Drei-Sterne Generals.

00:38:14: Aber ein NATO-Kommando, das in Ulm beheimatet ist eine ganz entscheidende Rolle weil hier werden die logistischen Bedarfe, die sich aus den NATO-Verteiligungsplänen ergeben quasi zusammengefasst und dann in Einzelpaketen an Unterstützungsleistungen im Bereich Host Nation Support an die Nationen weitergegeben.

00:38:32: Dort gibt es auch eine neue Entwicklung, nämlich bisher war es so dass diese Leistungen – die sogenannten Hostation Support-Leistung immer auf der Basis erfolgten verfügbare Kapazitäten.

00:38:44: Jetzt ist es so das DINATO daran arbeitet und es ist noch ein laufender Prozess diese Leistung quasi nicht nur vorausgeplant sondern auch verpflichtend zur Verfügung zu stellen.

00:38:53: Das ist für uns insofern wichtig weil es uns dann erlaubt extra dafür zum Beispiel Verträge mit der Wirtschaft abzuschließen.

00:39:01: Haushaltsmittel einzustellen, aber auch zum Beispiel Infrastruktur aufzubauen.

00:39:05: Das ist ein Projekt was wir z.B.

00:39:08: im Bereich der militärischen Raststätten derzeit ausplanen, aber in dem Bereich der Hefen.

00:39:13: wenn hier Infrastruktur-Ertüchtigungsmaßnahmen also eine Verbesserung der Infrastruktur erforderlich ist nicht für deutsche Truppen sondern auch zur Unterstützung alliater dann wird das zukünftig möglich sein.

00:39:25: Wo wir noch daran arbeiten müssen, um ihren Aspekt aufzugreifen nicht dass man da gegeneinander in Konkurrenz tritt ist beim Abschluss von Verträgen.

00:39:34: Die Amerikaner sind hier ein gutes Beispiel.

00:39:36: die sind ja schon seit vielen Jahrzehnten Gasten Deutschland und haben vielfältige Verträge natürlich auch mit deutschen Unternehmen abgeschlossen Und die laufen jetzt so ein bisschen parallel neben diesen NATO-Planung.

00:39:46: Genauso wenn die Briten zum Beispiel durch Deutschland marschieren dann haben die Verträge mit einem Hafen irgendwo abgeschlossen.

00:39:52: Das muss man jetzt, da arbeiten wir auch gerade dran übereinander legen um dann zur Lösung zu kommen.

00:39:59: Da reden wir also von einem Lagebild über bestehende Verträge.

00:40:03: Wir nennen das ein Racket-Biced Contracting Picture Wichtiger Begriff aber es geht um nichts anderes als wer hat eigentlich welche Verträge und welche Leistung kann man daraus abrufen?

00:40:12: Ich habe ja ihre Studie auch mit großem Interesse gelesen.

00:40:15: Das ist ja auch ein Aspekt den sie dort ansprechen.

00:40:18: Also nicht nur der Aufbau einer Datenbank sondern wie kann ich dann eigentlich ebenengerecht genau solche Leistungen abrufen?

00:40:24: Das ist sicherlich auch eine wichtige Aufgabe für die Zukunft.

00:40:27: Wir haben damit auch begonnen, im Moment aber zunächst mal nur im Hinblick auf die Verträge, die die Bundeswehr selbst abgeschlossen hat.

00:40:34: Aber ich werde nicht müde meinen amerikanischen Freunden immer wieder zu sagen das ist klasse wenn ihr Verträge habt.

00:40:40: Aber wir müssen wissen welche ihr habt mit welcher Firma weil möglicherweise wollen wir mit denen auch Verträge abschließen Und genau dafür ist eben dieses Kommando in Ulm eine wichtige Größe, um hier die Dinge übereinanderzulegen.

00:40:52: Herr Altmanns das spielt bei diesen Überlegungen ja auch die sogenannte Kaltstaatfähigkeit einer Rolle.

00:40:58: vielleicht erstmal für die Gen Zee erklärt was es denn ein Kaltstart überhaupt?

00:41:02: Ich bin mal gespannt.

00:41:04: ich habe ein bestimmtes Verständnis.

00:41:05: sie haben wahrscheinlich besseres.

00:41:07: ich kenne das eigentlich aus der ursprünglich aus der Luftfahrt also als die Zeit als die Maschinen Und da kann ich mich selber auch nicht daran erinnern, aber da musste man teilweise die Motoren ja vorwärmen bevor man überhaupt loslegen konnte sozusagen.

00:41:21: Also kennt man vielleicht noch ein ganz bisschen aus den fünftiger, sechziger Jahren so aus Filmen wenn die Leute teilweise so Kabitlampen oder so was unter dem Motor gestellt haben um den vorzuwärmten Bevor wir mit dem LKW los waren konnte.

00:41:33: also Kaltstart ging damals nicht Da war

00:41:37: das

00:41:37: Öl zu dickflüssig und der Motor kam gar nicht schrumpf, war kaputt.

00:41:42: Und diese Kaltstaatfähigkeit, die ist aber inzwischen glaube ich jetzt technisch nicht mehr das große Problem will ich jedenfalls hoffen würde mich aber wundern.

00:41:49: Sondern ist vor allen Dingen eine Fähigkeit sehr schnell im Prinzip hundert Prozent der Leistung gehabt zu rufen.

00:41:55: so ist meine Definition.

00:41:56: aber hier sitzt Jan Fachmann.

00:41:58: Ja also wir sprechen eher von Reaktionsfähigkeit.

00:42:01: Aber was es mein kaltstaatsfähigkeit heißt?

00:42:02: im Grunde um ohne Vorwarnungen sofort loslegen zu können.

00:42:06: Allerdings muss ich dazu sagen, wenn das passieren würde.

00:42:09: Wenn wir also kalt starten müssen dann hätten wir versagt.

00:42:12: Wir sind was die Verteidigung Europas anbelangt ganz massiv auf was wir Indicators und Warnings nennen angewiesen.

00:42:20: Das heißt wir beobachten sehr genau was sich in Russland tut Und wir müssen damit wir.

00:42:25: Ich hatte ja vorher erklärt dass unsere DINAT-Verteidigungsstrategie im Kern auf Abschreckung basiert.

00:42:30: Also wenn wir erkennen Dass der Gegner einen Aufmarsch beginnt Dann gilt es sofort einen Gegenaufmarsch durchzuführen, um ihm deutlich zu machen du brauchst gar nicht angreifen.

00:42:41: Wer definitiv kalt starten muss ist die Logistik.

00:42:44: denn wie immer bevor überhaupt irgendein Kampftruppenteil sich auswirken kann müssen logistische Verbände da sprachen wir vorhin auch schon von der Herausforderung das im Grunde und die gesamte militärische Logistika Bundeswehr mit wenigen Ausnahmen sofort verlegen würde als alle der ersten Truppen Teile und damit hier in Deutschland auch nicht zur Verfügung stehen würde.

00:43:02: Das führt auch zu einem interessanten Paradigmenwechsel, was die Zusammenarbeit mit der zivilen Seite anbelangt.

00:43:07: Also insbesondere den anderen Ressorts aus den Bundesländern weil hier hat man sich in den letzten Jahrzehnten daran gewöhnt immer wenn etwas richtig schief geht bei einer Katastrophe jetzt haben wir gerade wieder im Moment ein paar Waldbrände wo Bundeswehr-Hubschrauber im Einsatz sind.

00:43:22: das ist ja fast schon normal.

00:43:24: oder wenn man an Corona denkt.

00:43:25: also wenn etwas wirklich schiefgeht dann gibt es die Bundeswehr.

00:43:28: die ist flexibel die ist robust die kann uns unterstützen.

00:43:31: Wenn wir über Landes- und Bündnisverteidigung reden, ist genau das Gegenteil der Fall.

00:43:35: Die Bundeswehr kann ihren Auftrag nur durch Unterstützung mit der zivilen Seite lösen und sie wird nur sehr begrenzt in der Lage sein die Zivile Seite zum Beispiel bei den wichtigen Aufgaben des Schutzes der Zivilbevölkerung oder aber auch bei anderen Aufgaben.

00:43:49: nehmen Sie mal Beschädigungen von Autobahnbrücken durch Sabotage.

00:43:54: Die wenigen Pioniere, die die Bundeswehr hat, werden nicht an den Rheinbrücken oder den Oderbrücken sein.

00:43:59: Sondern sie werden sich an der NATO-Ostflange befinden.

00:44:01: Das heißt hier gilt es und das ist auch ein Aspekt des Operationsplan Deutschlands genau zu identifizieren welche Unterstützungsleistung braucht die Bundeswehre eigentlich durch die zivile Seite?

00:44:11: Und das gilt auch für zivilgewerbliche Unterstützung, die dann organisiert werden muss.

00:44:17: also Kaltstadtfähigkeit bedeutet im Grunde genommen ich habe alles vor geplant.

00:44:21: jeder weiß genau wenn es losgeht Wo sind welche Dinge, wie lege ich los?

00:44:26: Und das gilt eben auch für die Zivile Seite.

00:44:28: Also wenn wir einen Hafen nutzen wollen um die NATO-Verlegung zu unterstützen dann ist es ja ein ziviler Hafen.

00:44:34: den muss ich quasi alarmieren können.

00:44:37: Das heißt ich muss ebenso wie ich einem militärischen Verband alarmiere muss sich die Möglichkeit haben dass Personal was ich für Umschlag brauche vom Lotzen bis zum Bediener eines Containerumschlaggeräts, die müssen innerhalb einer kurzen Zeit alarmiert werden und müssen dann entsprechende Leistungen für Bundeswehr erbringen.

00:44:55: Das ist tatsächlich ein großer Paradigmenwechsel.

00:44:58: das verlangt viele Gespräche Erkundung vor Ort und da haben wir aber in den letzten zwei Jahren aus meiner Sicht wirklich große Fortschritte gemacht wenn wir uns ja alle in den Letzten Jahrzehnten daran gewöhnt dass die Bundeswehr eher so eine Ausnahmerscheinung ist.

00:45:10: diese sind irgendwo in der Kaserne selten sieht man sie mal auf dem Autobahn Und jetzt sieht man uns eben häufiger auch in den Häfen und entlang der Autobahn unterwegs, um die Verteidigung vorzubereiten.

00:45:21: Ein sehr mächtiges Instrument ist ja auch Google.

00:45:24: Man hat zum Beispiel vor der Vollinvasion der Ukraine große Staus an der ukrainischen Grenze gesehen, die da herrürten, dass sich sehr viele Mobiltelefone in Knotenpunkte eingewählt hatten.

00:45:35: Andererseits gucken sehr viele Leute immer wie ... ausgelastet sind, die Pizzeria-Joints in der Nähe des US-Verteidigungsministeriums.

00:45:43: Guckt man da als professioneller Militär auch manchmal drauf?

00:45:48: Das wäre schlecht wenn wir darauf gucken müssen um das zu wissen.

00:45:51: Da haben wir hoffentlich bessere Informationskanäle.

00:45:55: aber meistens nimmt man es natürlich aus den Medien wahr.

00:45:57: Aber es macht eben deutlich wie wichtig ist sich auf Dinge vorzubereiten.

00:46:06: Es kann uns nur gelingen, diese Abschreckung aufrecht zu erhalten wenn dem Gegner klar ist wie schnell wir reagieren können.

00:46:13: Und dazu gehört nicht nur die Beobachtungen des Gegners sondern es gehört eben auch dazu dass wir selber auf diese Dinge vorbereitet sind und das im Zusammenwirken zivil- und militärisch.

00:46:23: Das bedeutet eben auch – das war ja ein Aspekt den ich schon mal angesprochen habe – dass sich auch die Bevölkerung mit der Frage auseinandersetzen muss was bedeutet das denn eigentlich für uns?

00:46:32: Das ist sicherlich ein Aspekt, den der Operationsplan Deutschland – obwohl er ja geheim ist und hoffentlich den großen Teil der Bevölkerung gar nicht bekannt ist.

00:46:40: Aber er ist so ein bisschen zu einem Synonym an dem Katalysator in Deutschland geworden überhaupt über Gesamtverteidigung nachzudenken und sich bewusst zu machen es betrifft eben nicht nur die Bundeswehr sondern auch Handwerksbetriebe, Landkreise, das technische Hilfswerk und am Ende auch die Zivilbevölkerung für sich erkennen muss, dass ein solcher Konflikt natürlich auch Auswirkungen in Deutschland hätte.

00:47:05: Herr Altmanns wir haben es ja jetzt schon mehrfach angedeutet lassen Sie uns doch mal darüber reden über den Bevölkerungsschutz.

00:47:13: was müssen denn normale Haushalte vorbereitet haben im Krisenfall?

00:47:19: da gibt es ja Leitfäden.

00:47:21: einer ist jetzt glaube ich in überarbeitet worden, vielleicht vor sie noch mal konkret sagen was man vorbereitet haben muss.

00:47:29: Kennen Sie denn außerhalb ihrer Bubble überhaupt Leute die das wissen dass es solche Leitfaden gibt?

00:47:33: Ich glaube es hat sich rumgesprochen dass diese Leitfahren gibt und ich kenne eigentlich niemanden den wirklich gelesen hat.

00:47:39: also man hat sich ja so ein bisschen auch drüber lustig gemacht irgendwie weil's auch ein bisschen muss man sagen Klammsi war wie das sozusagen dann auch verbreitet wurde.

00:47:47: Es wurde sofort der Vergleich mit Schweden gemacht, wusste sehr moderne Form der Kommunikation gibt.

00:47:52: Und hier war es, kam schon ein bisschen so rüber wie die guten alten Zeiten sozusagen Vorrat halten und so weiter.

00:48:00: Ich glaube inhaltlich ist wahrscheinlich nicht schlecht aber ich kenne wirklich keinen Schwein, der sich das Ding besäucht hat ums zu lesen.

00:48:05: Wahrscheinlich gibt's solche Menschen.

00:48:06: aber eigentlich ist das ja auch eine Logik, die hat sich so'n bisschen erledigt weil man ja eigentlich ... Das finde ich schon dass die Menschen auch erwarten, dass ihnen das dann schon auf einer Art Erbracht wird oder erklärt wird die sozusagen den Nutzer und Nutzergewohnheiten entspricht, dass man sich heute noch eine Broschüre bestellt.

00:48:26: Und die sozusagen per Post erwartet kann man machen wird bestimmt auch Leute geben.

00:48:31: aber abgesehen von den Freaks sozusagen der Snail Mail ist das glaube ich ein bisschen hat sie ein bisschen erledigt.

00:48:40: Aber was brauche ich im Keller oder vielleicht auch oben in der Wohnung?

00:48:44: Also was man im Keller und in der Wohnung braucht glaube ich das ist relativ naheliegend.

00:48:48: also das kennen wir auch ein bisschen aus Corona noch, oder?

00:48:52: Also ein bisschen Wasser und bisschen Vorräte die man zur Not auch kalt essen kann vielleicht auch ein Brot das nicht sofort schlecht wird.

00:49:00: Vielleicht macht es außen sich einen Kocher so'n Gaskocher oder so um mich hinzustellen.

00:49:07: ich glaube was ist relativ da muss man auch keinen Nobelpreis Gewinner sein um sich sozusagen vorzustellen.

00:49:12: naja Ich müsste mal eine Woche oder sowas alleine klarkommen auch dass man Wasser in der Badewanne oder einen großen Eimann irgendwie aufsammeln kann.

00:49:19: Das ist glaube ich nicht das Problem.

00:49:20: Ich glaube, dass

00:49:22: es sogar

00:49:23: muss man machen.

00:49:25: Das glaube ja auch wäre sozusagen auch noch ein guter Teil davon kann man auch machen wenn sich andeutet, dass die Situation schwieriger wird.

00:49:33: also würde jetzt nicht davon ausgehen, dass alles über Nacht passiert.

00:49:38: selbst bei der Ukraine haben wir ja wochenlang die Diskussion gehabt passiert jetzt was oder nicht?

00:49:44: Ich glaube, die Awareness ist das Thema.

00:49:46: Also wie man sich selber sozusagen auch mental vorbereitet irgendwie jetzt muss man... ich finde das was in der Ukraine passiert bewundernswert.

00:49:54: Ich wünsche mir gar nicht dass wir in diese Richtung müssen aber sozusagen ab und zu mal darüber nachzudenken was da es eben tatsächlich keine Arbeitsteilung gibt.

00:50:04: Die einen machen das und die anderen sozusagen machen weiteres normale Leben.

00:50:07: Das hat sich ja auch bei dem was sie gerade gesagt haben gezeigt.

00:50:10: Ich kenne ja genug Beispiele auch bezogen auf die Unternehmen, wenn wir darüber reden.

00:50:16: Wenn ich ein Unternehmen habe, sagen wir mal ein mittelgroßes Unternehmen irgendwo in Mitteldeutschland dann gehe ich jetzt im Moment davon aus und sage mir vielleicht gerne um so einen Speditionsunternehmen das sozusagen auch sogar mit der Bundeswehr Verträge macht.

00:50:30: Dann hat General Bodemann immer zurecht darauf hingewiesen dass schon vor dem Verteidigungsfall Wahrscheinlich ein guter Teil der Lkw-Fahrer nicht mehr da ist, weil die wahrscheinlich aus Polen oder Rumänien oder sonst woher kommen.

00:50:44: Zumindest statistisch zeigt sich das so, die habe ich nicht mehr.

00:50:47: okay dann denke ich vielleicht ja gut hab ich haben meine eigenen Leute aber von denen sind viele Reservisten sind sehr viel beim deutschen Roten Kreuz bei der freiwilligen Feuerwehr bei anderen Blaulichtdiensten sodass sie sozusagen in so einer Situation auch gar nicht zur Verfügung stehen.

00:51:01: also wenn ich mir als Unternehmen überlege oder als Mitarbeiter Wer ist da eigentlich noch?

00:51:06: Worauf muss ich mich denn einstellen, dann musst du mich sehr stark auch darauf einstellen dass sich nicht bloß irgendwie ein bisschen weniger von irgendwas habe sondern das einfach sehr viel weniger Leute.

00:51:16: Sehr viel mehr machen müssen zur gleichen Zeit und sich auch noch eben mit den anderen die auch sozusagen eher unmittelbar für Krisen- und Katastrophenschutz zuständig sind auf den Füßen stehen.

00:51:27: Das ist eine Situation die muss man üben weil man sozusagen nicht einfach keine Intelligenzfrage ist.

00:51:33: Wie viel muss man das einfach mal üben und durchspielen, um zu gucken?

00:51:37: Wie ist denn meine Rolle da.

00:51:38: Was können wir tun?

00:51:39: was können wir vorbereiten?

00:51:41: ich sag nur mal.

00:51:44: Wir haben nicht mehr über Krieg reden.

00:51:45: Wir reden ja sozusagen auch die Resilienz vorher wenn wir sozusagen mal fünfzig Kilometer weiter Richtung Süden gucken.

00:51:53: Da gibt es ja so ein Automobilwerk zum Beispiel.

00:51:55: Das ist relativ in der Pampa gebaut.

00:51:58: Wenn wir jetzt mal uns überlegen dass so einen Stromausfall wie Anfang des Jahres in Berlin stattfindet da stattfinden würde.

00:52:04: Dann sind die Leute, die haben der Straßmann angereist und kommen nicht weg.

00:52:08: Die Leute im Auto angereisten, kommen vielleicht noch weg.

00:52:11: Es müssen Leute da übernachten.

00:52:13: Es weiß einfach keiner weil auch die Anfang ist erst dann auch die Internet- und sonstigen Mobilitätsverbindungen ausgefallen sind.

00:52:22: Keiner weiß was passiert.

00:52:24: Muss ich jetzt hier bleiben?

00:52:25: Kann ich weg?

00:52:26: Können die anderen weg?

00:52:28: Dann kommt natürlich hinzu, dass die Lieferketten sozusagen unterbrochen sind.

00:52:31: Dass ich nichts machen kann wenn ich keinen Strom habe und so weiter und so.

00:52:34: Also ich glaube das jenseits der Frage wie arbeitet man mit der Bundeswehr zusammen?

00:52:39: Und was sind denn jetzt eigentlich für Szenarien?

00:52:42: Finde ich fängt das Thema eigentlich sehr viel früher an bei meiner Frage Wie sich Unternehmen als Organisationen nicht wegen des der Idee des Geldes verdienen sondern einfach Was muss sie mir eigentlich vorbereiten damit ich da in der Situation vorbereitet bin, wer trifft die Entscheidungen vor Ort eigentlich?

00:52:58: Also wer ist denn eigentlich beim Landkreis derjenige, der sowas dann sozusagen macht?

00:53:04: Wen bei der Polizei kann ich vielleicht vorher anrufen.

00:53:06: Klar natürlich auch bei der Bundeswehr, bei den Kräften, die noch da sind muss man ja auch sagen also es ist sehr komplex und ich glaube das ist der entscheidende Punkt.

00:53:15: der geht so über unmittelbare Vorratshaltung wahrscheinlich ein bisschen hinaus und ist auch was was man nicht alleine machen kann.

00:53:24: Konzept der Gesamtverteidigung muss sich schon mal mit der Frage beschäftigen, was wäre denn wenn?

00:53:30: Was kann man machen?

00:53:31: und das ist nicht immer schwarz oder weiß.

00:53:34: Also die berühmten Drohnen, die heute andauernd überall einen wirklichen Werksgeländen fliegen und so, die sind im Moment auf Spionage ausgerichtet und auf gucken.

00:53:43: Muss ja nichts so bleiben!

00:53:44: Kann auch sein dass der eine oder andere und das muss ja nicht mehr ein staatlicher Akteur sein, kann auch eintorn Blödmann sein, der da irgendwelche Springensätze dran findet und sonst was also sozusagen?

00:53:52: da sind wir glaube ich angenehm naiv sozusagen, weil wir das achtzig Jahre lang uns einfach nicht damit beschäftigen mussten.

00:53:58: Ich finde man musste jetzt auch nicht übertreiben aber sozusagen sich grundsätzlich mal mit dieser Frage wie bereite ich mich vor, preparedness sozusagen beschäftigen?

00:54:07: Das macht schon Sinn.

00:54:08: Herr Häusermann!

00:54:10: Wir haben ja alle auf YouTube oder auch im Fernsehen Aufnahmen aus den neunzehnfünfziger Jahren gesehen wo Schulkinder unter ihre Schulpulte kriechen weil sie geschult werden, was mache ich wenn er in der Atombau ein schlägt?

00:54:23: und es wurde ja immer eher so kurios und belustigend.

00:54:27: Weil man natürlich weiß das hätte niemanden irgendwie beschützt.

00:54:31: aber brauchen wir sowas in den Schulen wieder?

00:54:34: also jetzt vielleicht keine nutzlosen Geschichten aber zumindest eine eine Awareness eine Vermittlung.

00:54:39: Was mache ich eigentlich als ersten Ort des Lebens wo man damit konfrontiert wird?

00:54:45: Also was ich glaube was wir tatsächlich brauchen ist Gesamtgesellschaft, die Diskussion über die Frage was bedeutet eigentlich eine

00:54:53: Bedrohung

00:54:54: durch einen Krieg für uns.

00:54:55: Wie könnte ein solcher Krieg überhaupt aussehen?

00:54:57: Wie ist Deutschland betroffen?

00:54:59: und das natürlich ich sage mal Alters- und Ebenengericht.

00:55:03: In Wirktgrund genommen wissen wir ja eigentlich wie dieser Krieg aussehen würde.

00:55:06: Wir müssen nämlich nur in die Ukraine gucken.

00:55:08: dort sehen wir wie leider ein moderner Krieg aussieht der selbstverständlich eben leider nicht nur auf die militärischen Fähigkeiten abzielt sondern ganz bewusst auch Zivilisten und ihre entsprechend verwundbaren Punkte ins Visier nimmt.

00:55:23: Es wäre aus meiner Sicht völlig abwegig zu denken, dass wenn wir in einem echten Konflikt mit Russland, wenn die Abschreckung scheitern sollte das das bei uns anders wäre?

00:55:32: Insofern ist das Thema Zivilschutz für das ich ja überhaupt nicht verantwortlich bin aber was sich natürlich mit Interesse ebenfalls mitverfolge natürlich auch ein entscheidendes und es gibt dort auch eine Diskussion entweder frühenes Innenministerium mit den Ländern Zum Beispiel zum Thema Schutzbauten.

00:55:47: Braucht man sowas eigentlich wieder?

00:55:48: Da sind wir aus meiner Sicht noch ganz am Anfang.

00:55:51: Wichtig ist es aus meiner Sicht, dass man darüber spricht.

00:55:54: Denn um dieses Thema vorhin nochmal aufzugreifen mit der Vorratshaltung in Kenner, ich glaube, wir haben in Deutschland eine große Herausforderung.

00:56:01: Wir sind ein wirklich gut organisiertes Land.

00:56:04: Man hat irgendwo eine Statistik gesehen was Stromausfälle anbelangt und da ist Deutschland mit eines der Länder wo im Grunde Stromausfall quasi nicht stattfinden.

00:56:13: Und deswegen wirken sich solche Dinge wie in Berlin eben auch so dramatisch aus, weil anders als in anderen Ländern wo viele eine Notstrom-Aggregat haben oder zumindest mal Batterien und die Möglichkeit von mir aus euren Kamin anzumachen.

00:56:25: Weil sie wissen sowas kann jederzeit passieren ist das in Deutschland nicht der Fall!

00:56:30: Wir haben ja an mehreren Beispielen gesehen.

00:56:33: im Ahrtal da war ich selber mit meinen Soldaten damals dabei.

00:56:37: wenn nur ein Beispiel nennen innerhalb von gerade mal vierundzwanzig Stunden waren alle Tankstellen leer weil es plötzlich einen massiv gestiegenen Bedarf an Benzien gab, durch die ganzen Hilfskräfte, die da reinkamen.

00:56:49: Und durch die zivilen Hilfe leistenden Bauern mit ihren Treckern.

00:56:54: und die Tankstellen haben einen bestimmten Rhythmus, in dem sie aufgefüllt werden.

00:56:58: Und waren innerhalb kurzer Zeit leer.

00:56:59: Und dann zu organisieren dass die aus einer Raffinerie neu betankt werden das ist auf einmal weil diese Tankfahrzeuge sind auch alle durchgetaktet und haben ihre Routen.

00:57:08: da muss man das Gesamtsystem ändern so ein bisschen wie bei der Bahn.

00:57:11: wenn Einzug eine Verspätung hat wirkt sich das auf das Gesamtsystem aus Und ich glaube, das ist eine große Herausforderung für uns.

00:57:18: Dieses sehr perfekte auf Effizienz getrimmte System Deutschland resilient für Krisen und Konflikte zu machen.

00:57:25: Also tatsächlich ist es ja so dass es gar nicht so viel braucht um unser Land zum Stocken zu bringen.

00:57:31: Der Stromausfall in Berlin hat sich aus meiner Sicht gut gezeigt.

00:57:33: Wir haben's am Ende natürlich bewältigt.

00:57:36: In der Krise selber finden sich oftmals Lösungen Aber der Schlüssel liegt tatsächlich in der gedanklichen Auseinandersetzung damit.

00:57:43: und um auf ihre Frage zurückzukommen.

00:57:44: Ja, ich glaube auch in der Schule ... Ich habe selber zwei Kinder, sechzehn und vierzehn Und das wird mit denen in der schule nicht thematisiert.

00:57:53: Ich bespreche das mit denen natürlich ohne da große Angst aufzubauen aber ich glaube es würde helfen sich einfach damit auseinanderzusetzen.

00:58:00: was passiert eigentlich in der ukraine?

00:58:01: Was würde eigentlich in deutschland passieren und kann man sich darauf eigentlich irgendwie vorbereiten?

00:58:06: Herr öltmanns Ich würde gerne nochmal, weil Sie das mir so schön vorgelegt haben mit dem Zivilschutzplan der dann beim Innenministerium auch vorbereitet wird.

00:58:16: Im Moment ist ja im Haushalt für Zivilschutz glaube ich Nullkommar eins ein paar zerkwetschte vorgesehen?

00:58:22: Das kann ja dann eigentlich nicht so bleiben oder?

00:58:25: Nee, kann es definitiv nicht.

00:58:27: Sie können das offiziell als Vertreter und auch inoffiziell gar nicht kommentieren.

00:58:31: aber ich kann sagen, da ist alle wissen glaube ich dass da wahnsinnig viel zu tun ist.

00:58:37: Das geht ja nicht nur um Schutzräume, da kann man lange drüber streiten und die überhaupt brauchen.

00:58:41: Da gibt es ja auch Experten, die sagen, boah ich nicht!

00:58:43: Aber viele der anderen Sachen... Und er gehört zum Beispiel das Üben dazu.

00:58:47: Ich wollte noch einen kurzen Einwurf machen zu Artal.

00:58:51: was mich überrascht hat, was alle überraschte ist ein großer Teil des Problems waren die vielen hilfsbereiten Menschen.

00:58:57: also alle haben gedacht Ja wo kommt denn jetzt die Feuerwehr her oder so?

00:59:00: Am Ende waren die Straßen voll mit Menschen dahin gefahren sind falls sie Hilfe leisten wollten.

00:59:04: Was in sich super ist bloß Wenn du es nicht vorher auf dem Schirm hast, landeste halt genau da, dass alle denken die haben Mist.

00:59:10: Jetzt kommt hier keiner mehr durch weil alle Hilfe leisten wollen kann keine Hilfe leisten.

00:59:14: also deswegen glaube ich diese ganzen das Zusammenspiel dieser verschiedenen Akteure die glaube ich alle relativ gut beübt sind aber denen zum Beispiel auch sei jetzt mal sowas gut tun würde wie das was wir von besprochen haben so eine elektronische Plattform wo man zb dienst übergreifend einfach austauscht was man hat und wo man's hin kriegt dass man gucken kann, wo kann man denn zur Not?

00:59:39: tatsächlich bei so einer großen Katastrophe im Ahrfall hat sich ja gezeigt das eigentlich unsere Dimensionen in denen wir denken manchmal auch einfach zu klein sind.

00:59:46: Also hier in Berlin zwei tausend zweihundert Gewerbebetriebe und größere Unternehmen Das ist schon eine Masse oder?

00:59:53: Das ist ja schon mehr als die normale Kleinstadt irgendwie hat.

00:59:56: Das heißt Wir müssen andere Dimensione denken und Man muss sozusagen auch andere Vernetzung denken.

01:00:01: man braucht Systeme Die das ganze schaffen.

01:00:03: wir müssen vermutlich zumindest nach den Berichten, die ich gelesen habe auch darüber nachdenken wie man das alles ein bisschen verschlangt und sozusagen nicht erstmal drei Tage gebraucht um wirklich definitiv zu wissen bin ich es jetzt eigentlich oder macht der andere all dass menschlich und auch nachvollziehbar?

01:00:20: aber sozusagen das muss passieren.

01:00:21: deswegen glaube ich es gibt ja Schätzungen von von Kameraden von ihnen die im Grunde sagen was wir an auffand für den operationsplan deutschland.

01:00:33: militärisch brechen es ungefähr ein Drittel von dem, was wir insgesamt brauchen.

01:00:38: Also zwei Drittel kommen noch für den ganzen zivil- militärischen Zivil-, privatwirtschaftlichen Zusammenhalt oder Zusammenarbeit.

01:00:46: Das ist eine Riesenbaustelle.

01:00:48: also insofern die einfache Antwort ist ja reicht nicht aus da muss eine ganze Menge

01:00:52: mehr kommen.

01:00:54: Zumindest sind die ersten Schritte gemacht.

01:00:56: das würde ich als Fazit ziehen wie vorbereitetes Deutschland für den Krisenfall.

01:01:00: darüber habe ich gesprochen mit Professor Thorsten Oldmanns und Oberst Kai Ingmar Häusermann, vielen Dank für das Gespräch.

01:01:07: Vielen Dank an

01:01:08: Sie!

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.